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Der leise Verlust

  • Autorenbild: Manuela Ulrich
    Manuela Ulrich
  • 25. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Es gibt da Etwas, das viele Menschen schon sehr früh verlieren und vielleicht ihr ganzes Leben nicht wieder finden.


Ihre Individualität


Die Individualität jedes einzelnen Menschen ist unbequem.

Zu unbequem für Systeme. Zu unbequem für eine wertende Gesellschaft der Anpassung.

Individualität wird nicht gefeiert, sie wird gerade einmal toleriert - so lange sie nicht stört.

Und wenn sie zu stark wird, zu "auffällig", zu eigen, dann wird sie gebrochen, damit es wieder ruhig wird in den von Konstrukten überhäuften Systemen.


Kinder verlieren ihre Individualität, lange bevor sie sie überhaupt benennen können. Durch Bewertung, Vergleich und Normen wird Anpassung zur Überlebensstrategie. Kein Kind kommt angepasst auf die Welt, aber es lernt schnell: "So bin ich "richtig" hier.


Mich schmerzt dieser leise und doch so stark spürbare Verlust der Individualität. Unsere Individualität ist unser Geburtsrecht.

Unser Existenzrecht.

Wenn wir sie verlieren verlieren wir Identität, Richtung und können nicht mehr unseren eigenen Weg gehen.


Ich war eines dieser Kinder. Brav und angepasst.

Äußerlich.

Innerlich war ich rebellisch und mein individuelles Feuer konnte nicht ausgelöscht werden. Immer wieder hörte ich diese Stimmen von Außen:

"Du musst es auch immer auf deine Art machen."

Oft wurde ich als unbequem und störend empfunden, weil ich meinen Weg gehen wollte. In manchen Systemen, wie z.B. auf der Uni war ich einsam und alleine.


Damals wusste ich gar nicht, dass diese Energie und Kraft in mir lebt. Ich empfand mich immer noch als sehr angepasst und wenig rebellisch.

Und doch: Umso mehr ich darüber nachdenke: Es gibt fast nichts, das ich mehr fördere und unterstütze als die Individualität eines Menschen. Meine Kinder wissen das. Meine Schülerinnen und Schüler wissen das. Ich merke es daran, dass Menschen sich mir zeigen. Wirklich zeigen. Und ich liebe es.


Individualität braucht Raum


So vieles kann uns hier auf Erden genommen werden, aber unser individuelles Sein unsere Individualität ist untrennbar mit uns verbunden.

Du darfst sie dir wieder zurück erobern, als Heldin/Held deines Weges. Ich zeige dir wie:


  • Du musst dich nicht erklären und rechtfertigen für dein Sein. Gib dir und deiner Individualität Raum, auch wenn Andere es nicht können!

  • Höre auf deinen Körper, er spricht meist lange bevor du es einordnen kannst. Er zeigt dir ganz genau, wo du du sein kannst und wo nicht.

  • Stoppe Vergleich: Jedes Mal wenn du dich vergleichst, verleugnest du dich selbst. Deine Individualität braucht keine Rangliste, keine Einordnung. Sie kann ganz alleine stehen.

  • Erlaube dir nicht dazuzugehören: Ich weiß wie schwer das ist. Oja. Und ich weiß auch wie befreiend. Nicht jede Zugehörigkeit ist nährend, manche kostet dich dich selbst. Dieser Preis ist eindeutig zu hoch.

  • Du musst dich nicht korrigieren und für dich entschuldigen: Ein sehr wichtiger Punkt. Es passiert so schnell im Alltag, dass wir uns für unsere Individualität entschuldigen. Beobachte dies mal.

  • Blicke ehrlich in deine Verbindungen: Wahre Verbindungen brauchen kein Verbiegen. Die Verbindung, die auch bleibt, wenn du du bist, die ist auch echt.


Individualität fühlt sich manchmal einsam an, manchmal unsicher. Bis sie dich befreit.


Ich sehe dich in deiner Individualität, ich spüre sie und ich feiere dich dafür.


Mit ganz viel Liebe,


Manuela


Wenn du deiner Individualität Raum geben und sie entfalten möchtest begleite ich dich gerne 1:1.



 
 
 

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