Fruchtbarer Austausch
- Manuela Ulrich
- vor 4 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Diese zwei Worte habe ich heute Morgen in einem Buch gelesen und sie haben mich nicht nur berührt, sondern auch tief inspiriert.
Im Buch „Gespräch mit Merlin“ von Christine Arana Fader ging es um die Zusammenkunft der Druiden und der Priesterinnen in Avalon. Was zuerst wie zwei völlig verschiedene Welten wirkte, wurde zu einer heiligen Verbindung, in der Wissen, Weisheit und Liebe getauscht wurden. Diese Verbindung war getragen von Wertschätzung und Respekt und so entstand ein fruchtbarer Austausch.
Fruchtbarer Austausch
Stellt euch einmal vor, es wäre überall so. Zwei Welten begegnen einander und anstatt sich zu vergleichen, zu überzeugen und zu bekehren entsteht ein fruchtbarer Austausch. Anstatt gewinnen zu wollen, Recht haben zu wollen, der Meinung zu sein, dass nur das Eigene wahr und richtig ist, darf beides nebeneinander stehen.
In der tiefen Überzeugung, dass es ein Großes Ganzes gibt, wird voneinander gelernt und wenn möglich sogar gemeinsam etwas Neues erschaffen.
Wie schön wäre das?
Vielleicht denkst du jetzt: „Davon ist die Welt meilenweit entfernt. Bis wir da ankommen, vergeht nochmals ein Jahrtausend.“ Ja vielleicht kollektiv. Aber wie sieht es mit dir aus? Mit dir ganz persönlich? Du kannst diesen Weg gehen und leben, schon jetzt. Du kannst es zumindest versuchen, jeden Tag ein bisschen mehr.
Der Kollege, der eine komplett andere Weltanschauung hat. Dein Partner, den du nicht mehr verändern oder bekehren willst. Deine Kinder, die dir jeden Tag den Spiegel vorhalten, indem sie ihren eigenen Weg gehen.
Wenn wir so in die Welt hinausblicken geht es widerkehrend um das Gleiche:
Wer hat Recht? Wer macht es richtig? Wie macht MAN das?
Wir alle sind individuelle Wesen, wir sind einzigartig und jeder trägt seine eigene Wahrheit in sich. Würden wir dies erkennen und würdigen, wäre so viel mehr Wachstum, Frieden und Liebe möglich.
Wie ist es nun aber wenn das „Andere“, die andere Ansicht, andere Meinung gegen all unsere Werte, Ansichten oder Prinzipien geht? Wenn alles in uns sich dagegen sträubt und „Nein“ sagt. Hier liegt wohl die größte Herausforderung. Ich kenne das sehr gut.
Zwar kann ich wunderbar andere Ansichten und Meinungen annehmen und akzeptieren, habe aber auch auf der anderen Seite starke Prinzipien in mir, die für mich „unverhandelbar“ sind. Für MICH. Das heißt aber nicht, dass ich sie dem anderen aufdrücke, ihn bekehre oder meines zu seinem machen möchte. Meist führt dies ohnehin zu nichts und ich habe gelernt, dass auch das „Andere“, auch das, dass mich wirklich abstößt oder mir widerstrebt mich etwas lernen lässt.
Nun am Ende dieses Beitrages bin ich gedanklich wieder bei der Buchstelle angelangt und stelle mir vor, wie wir alle, du, ich – viele andere Menschen auf dieser Welt so eine Verbindung eingehen wie damals die Druiden und Priesterinnen. Wie an vielen unterschiedlichen Orten dieser Erde dieser fruchtbare Austausch zu etwas Wundervollem führt.
Wo in deinem Leben darf sich dies zeigen? Wo darf etwas wachsen und gedeihen und vielleicht sogar zu größerer Veränderung führen?
Bis bald,
deine Manuela





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