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Sichtbarkeit

  • Autorenbild: Manuela Ulrich
    Manuela Ulrich
  • 20. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Sichtbar sein. Sich zeigen. Überall lese ich es. Und ja: Ich fühle sie auch diese Energie, die da ins Feld kommt. Sie ist ein Teil des Feuerpferdes. Sichtbar sein.


Immer dann, wenn ein Begriff so laut wird, wenn er gehyped wird, wenn er vermehrt auftritt, dann passiert etwas in mir:


Ich sehe wie alle in eine Richtung blicken. Und ich? Ich blicke in die andere. Dann strömen Impulse in mein Feld, die diesen Begriff beleuchten, da wo er für mich gerade im Schatten liegt. Wo blinde Flecke sind.


Wissen wir überhaupt was Sichtbarkeit bedeutet?


Heißt Sichtbarkeit, dass du laut sein musst? Öffentlich?

Als ich mit Frauenseele gestartet bin, hier und auch in sozialen Medien hat mir eine Frau, die ich sehr schätze geschrieben:


"Du hast schon so viele Menschen erreicht, ganz ohne Technik. Du bist schon lange sichtbar, ganz hell und klar."

Dieses wunderschöne Kompliment ist mir heute zum Thema Sichtbarkeit wieder eingefallen.


Sichtbarkeit heißt nicht immer Follower, Likes, Content und öffentlich. Sichtbarkeit muss nicht laut sein und schreien "Hier bin ich.". Echte Sichtbarkeit wirkt in ihrem Feld, ganz gleich wo dieses ist. Sie hält, trägt und nährt. Durch sie wächst etwas Echtes. Sichtbarkeit heißt, du warst da voll und ganz, präsent - und es ging in Resonanz.


Verwechseln wir Sichtbarkeit mit dem Wunsch nach gesehen werden?


Wir dürfen uns wirklich wahrhaftig fragen - und da bin ich jetzt sehr klar: Ist es dein Ego oder dein Herz? Bist DU sichtbar, fühlbar, spürbar. Oder möchte sich dein Ego an dieser Sichtbarkeit nähren und hat das Ruder übernommen?


Wenn du dein wahres Sein, dein authentisches Sein zeigst lösen sich all diese Fragen in Luft auf.

Bist du du - bist du sichtbar - und du darfst entscheiden: Wo trägst du das hin? Was möchtest du teilen? Wo verkörperst du dich und deine Sichtbarkeit? Du darfst dich auch zurück halten, in dir bleiben. Du verlierst deine Sichtbarkeit dadurch nicht. Im Gegenteil.


Du bist nicht unsichtbar nur weil keiner applaudiert, keiner folgt oder liked. Weil keiner zustimmt, die gleiche Meinung hat oder dir Bestätigung gibt. So lange du deinen Weg gehst, wirst du genau dort sichtbar, wo es stimmig ist.


"Vergesst nicht, wenn ihre alle sichtbar werdet, einander auch wirklich zu sehen."


Dieser Satz hat sich ganz klar gezeigt, möchte sichtbar werden. Er bedeutet für mich:


Lasse den Wunsch nach deiner eigenen Sichtbarkeit dich nicht blind werden für das Sehen der anderen.


Ja wir dürfen sichtbar sein. Aber vor allem: Dürfen wir einander wirklich sehen.

Wirklich sehen.


 
 
 

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