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Echt

  • Autorenbild: Manuela Ulrich
    Manuela Ulrich
  • 7. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Eigentlich sollte dieser erste Blogbeitrag auf meiner Website ganz anders aussehen. Ich hatte geplant einen wunderschönen Beitrag zu schreiben. Über Frauenseele, was du hier findest, was das alles für mich bedeutet und warum ich Frauenseele ins Leben gerufen habe. Ich wollte über Schwesternschaft schreiben, das weibliche Feld und die Verbindung zu deiner Urkraft. Eine schöne Verbindungsübung sollte das Ganze noch rund machen, abschließen und dir ein wohliges Gefühl von Verbundenheit schenken.

Stattdessen sitze ich nun hier und muss mir eingestehen, dass ich etwas ganz anderes sagen will. Dass da etwas ist, das sich in mir bewegt. Brodelt es sogar? Der ursprüngliche Beitrag wollte sich nicht schreiben lassen, er passte einfach nicht zur Energie die ich aktuell wahrnehme und ich erkenne:

Ich kann nur mehr echt. Schon lange eigentlich. Alles andere fließt sowieso nicht. Wenn ich also nicht über Frauenseele schreiben möchte, jetzt wo gerade alles (neu) beginnt, was beschäftigt mich dann so sehr, dass es sich diesen Raum von mir nimmt. Diese Möglichkeit öffentlich angesprochen zu werden? Das sich diesen Mut eines ersten Blogbeitrages einfach so nimmt, damit es ausgesprochen werden darf?


ICH WÜNSCHE MIR MENSCHLICHKEIT.


Ich wünsche mir Liebe. Nicht für mich, für die Gesellschaft. Dass die Menschen einander wieder diese Liebe schenken. Dass Andere wieder wichtig sind, das Helfen und das Unterstützen. Dass, das was die letzten Jahre als „Selbstführsorge und Selbstliebe“ gekleidet daherkam, nicht als Ego-Trip endet wie es derzeit den Anschein macht. Dass wieder gespürt wird. Wie machtvoll wir sind, wie viel wir bewirken können, wenn wir aus reinem Herzen handeln und wie schmerzhaft und leidvoll es werden kann, wenn wir vom Ego gesteuert durch die Gegend rennen und uns für den Mittelpunkt der Welt halten.



ICH WÜNSCHE MIR MENSCHLICHKEIT


Mein Sohn fragte mich vergangene Woche, ob er wirklich noch Masche binden lernen muss, in ein paar Jahren gibt es bestimmt Roboter, die das machen. Und ob er wirklich noch schreiben lernen muss, wozu soll er das in Zukunft brauchen, so wie sich alles entwickelt. Wollen wir das so? Ist das echt das, was wir mit unserer Menschlichkeit gemacht haben? Na danke. Ich wünsche mir echte Texte, keine perfekt geschliffenen KI-Texte, die aus einem Prompt entstanden sind und alle gleich klingen. Ich wünsche mir menschliche Gaben, menschliche Talente mit menschlichen Fehlern, Scheitern und ohne Perfektionismus.

ICH WÜNSCHE MIR MENSCHLICHKEIT UND PRÄSENZ

Dass wir wieder gemeinsam sitzen, spüren, sein dürfen. Ohne Anspruch, ohne Wertung und Urteil. Auch wenn vielleicht mal jemand einen Fehler macht, sich nicht perfekt gibt oder einer Vorstellung erfüllt und einem Bild entspricht.


Und vielleicht ist es genau das, was ich mir mit Frauenseele wünsche. Ein echter Raum. Ein echter menschlicher Raum. Warum ich jetzt hier bin mit alldem.

 

 Ich bin hier – Meine Präsenzübung für DICH


Setze dich entspannt mit geradem Rücken auf einen Sessel. Deine Beine berühren den Boden, damit du gut geerdet bist.

Fühle nun zuerst was gerade in dir vorgeht. Lass alles zu. Vielleicht fühlst du Überforderung, Gedankenkarussell, vielleicht ist auch einfach nur dein Nervensystem überreizt. Lass alles zu und atme bewusst so, wie es dein Körper gerade braucht. Vielleicht geht dein Atem schnell, vielleicht flach, lass alles zu.

Nun richtest du dich wieder aus. Lege eine Hand auf dein Herz, eine Hand auf deinen Schoßraum. Reibe deine Fußsohlen auf dem Boden bis du eine Reaktion spürst. Wird es warm oder kribbelig?

Sage dir nun immer wieder den Satz „Ich bin hier“ während du deinen Körper von den Füßen bis zum Kopf fühlst und wahrnimmst.  Sage den Satz so lange, bis du das Gefühl hast dich wieder zu spüren. Wieder bei dir zu sein. Bis dein Nervensystem sich beruhigt hat. Was auch immer gerade war oder ist - diese Übung richtet dich immer wieder neu aus.

Variante: Du kannst diese Übung im Lauf der Zeit für dich abändern und Sätze sprechen, die du gerade „brauchst“.

Ich bin ruhig.

Ich bin präsent.

Ich bin ganz. Ich bin vollkommen. Ich bin.

Ich wünsche dir einen wunderschönen 2. Adventsonntag. Echte Zeit mit dir oder Menschen, die dich sehen. Analoges echtes Erleben und Wahrheit rund um dich.


Deine Manuela

 

 
 
 

1 Kommentar


petra.schwarz
07. Dez. 2025

Liebe Manuela, ich finde es wunderbar, dass du schreibst was dich gerade bewegt. Auch wenn es nicht deinem Plan entspricht.

Ich glaube, dass der Gegenpart immer mehr bewusst gesucht wird. KI soet wo es sinnvoll ist und uns unterstützt. Charisma, Intuition und Herzenswärme werden durch ihre Echtheit wertvoller.

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