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Dein Dämon

  • Autorenbild: Manuela Ulrich
    Manuela Ulrich
  • 13. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Ich hatte heute ein wirklich gutes Gespräch. Ein Gespräch, dass einen Mehrwert in sich trägt, beide fühlen sich danach wieder klarer, gereifter und ein Stückchen weiser.


Es ging um Themen, die wir durchmachten, aus ihnen lernten und die wir nun als „gelöst“ betrachten. Wir kommen bei einem Punkt an da sagt sie:



„An diesen Punkt komme ich immer wieder an. Daraus habe ich nichts gelernt und mitgenommen.“


Und ich sage:


„Das stimmt nicht.“


Denn ich war dabei in diesem Prozess – wenn auch nur in Gesprächen und durch Zuhören, trotzdem weiß ich etwas Wesentliches.


„Du würdest es nie wieder so machen. Deine ganze Haltung, deine Energie, deine Schwingung ist eine andere. Du bist dieser Situation längst entwachsen und so sehr daran gereift. Das ist für dein Gegenüber spürbar gewesen und für mich ist es das auch.


Da sagt sie:


„Warum kommt dieses Thema dann immer wieder kurz um die Ecke und fühlt sich immer gleich an?“


Zuerst kann ich es mir selbst nicht erklären, denn ich sehe und fühle zum Einen den Wandel und die Veränderung, zum Anderen ist auch dieses „Es kommt immer wieder Gefühl“ wahr.


Wir sprechen weiter, analysieren diese Situation und da kommen wir an einen Punkt, der uns beide verblüfft und staunend zurücklässt.


Diese Situation, dieses Gefühl kommt nicht immer wieder, weil du es noch immer nicht überwunden hast, weil du nichts gelernt hast oder dich noch immer fühlst wie damals.


Es ist der „Dämon“ der daraus entstanden ist. Ein Energie Konstrukt, das lange Zeit am Leben erhalten wurde, gefüttert und genährt. Mit jedem Fühlen und Spüren. Das heißt nicht, dass dies schlecht oder falsch war, nur dass etwas manchmal über die Zeit noch da ist, obwohl es eigentlich schon vorbei ist.


„Es“ kommt aus Gewohnheit, vielleicht als Prüfung, vielleicht auch weil auch „es“ erlöst werden will. Nicht mehr am Leben gehalten werden möchte.


So reden wir weiter mit diesen inneren Bildern. Ich sage:


„Schau der „Dämon“ dieses Konstrukt kommt einfach vorbei und wartet auf etwas, auf Energie von dir, das Gewohnte. Vielleicht kannst du das nächstes Mal etwas anderes Neues mit ihm machen."


An dieser Stelle wird unser Gespräch gewohnt witzig, denn das können wir. Der „Dämon“ bekommt ein Aussehen, einen Charakter, er ist nicht böse, er ist einfach er. Wir stellen uns die lustigsten Situationen vor, die wir mit ihm machen könnten.


Irgendwann stellt er fest: „Hier ist es nicht mehr wie es mal war“ und verflüchtigt sich.


Oder vielleicht siehst du ihn nur an, du schenkst ihm nichts und er wird immer kleiner, bis er ganz verschwindet.


Wir scherzen noch über ein letztes Gespräch, bei dem wir uns von „ihm“ verabschieden, indem auch er froh ist, jetzt erlöst zu sein.


Nun ist es ruhig unser Gespräch. Es fühlt sich jetzt friedlich an und wir gehen weiter zu einem ganz anderen Thema…



PS: Kennst du diese Situationen? Du weißt, du hast etwas aufgelöst, du bist dem entwachsen und doch, da ist noch etwas?


Dann hilft dir vielleicht dieser Beitrag. Alles Liebe,


Manuela




 
 
 

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